Reisebericht aus Kalifornien
Eingestellt vor: 1 Jahr(en) am Montag, 06. Juli 2009 um 11:04 Uhr
Der Bericht über unseren Aufenthalt in Kalifornien ist folgender:
Der Samstagmorgen war für die Planung unseres Aufenthaltes in San Francisco da. Nachdem wir uns im klaren waren, was die nächsten drei Tage so los ist haben ich und Tobi eine Stadtrundfahrt mit einem Doppeldeckerbus gemacht.
Als der Bus zum Stopp auf der anderen Seite der Golden Gate Bridge anhielt sind wir ebenfalls ausgestiegen und haben ein paar tolle Fotos geschossen. Der 1,6 Meilen lange Rückweg über Brücke haben wir Barfuß zurückgelegt, zum einen hatte ich Blasen von den FlipFlops, zum anderen war es etwas Besonderes.
Nach einem kleinen Spaziergang an der Uferpromenade Richtung Stadt sind wir an Anglern vorbei gekommen, denen wir über die Schultern geschaut haben, aber leider, wie bei Anglern so üblich, war kein Fisch am Haken.
Zwei weiter Stationen sind wir wieder mit dem Tourbus gefahren und stiegen an der Fisherman’s Wharf aus und gingen durch die überfüllten Gassen.Es hat sich aber auch gelohnt hier auszusteigen, zum einen ist es sehr schön, zum anderen haben wir noch Tickets für das bekannteste Gefängnis der Welt, Alcatraz erhalten. Leider nur in Kombination mit einer Hafenrundfahrt, aber das war uns egal. Eine kleine Wanderung mit schmerzenden Füßen quer durch San Francisco, die steilen Straßen hinauf, war die Schmerzen wert. Original wie aus dem Film. Man könnten meinen, man sei schon einmal da gewesen. Am frühen Sonntagmorgen haben wir unsere Tickets für die Gefängnisinsel mit der Cabelcar abgeholt. Die Fahrt mit der Cabelcar war echt super toll. Zurück zum Motel ging es mit unserem immer noch gültigen Sightseeingtourticket. Für unser Auto suchten wir einige Zeit einen Parkplatz in der Nähe des Hafens.
Darauf folgte die Tour zum ausbruchsicheren Gefängnis, wo auch schon Leute wie Al Capone inhaftiert waren.
Jeder bekam einen Kopfhörer und wurde so durch das Gefängnis geleitet. Die Tour war echt spannend und interessant.
In unserem Kombiticket war auch noch eine Rundfahrt durch die Bucht enthalten, welche wir nach unserer Rückkehr antraten. Unter der Golden Gate Bridge ging es durch und vorbei an Alcatraz zurück zum Hafen.
Natürlich dürfen auch keine Sonnenuntergangsbilder von der Brücke fehlen, dies holten wir an diesem Abend nach.Zum Abendessen ging es ins legendäre Hard Rock Cafe San Francisco, dessen Anwesenheit wir mit einem T-Shirt beweisen. Unseren letzten Tag in San Francisco verbrachten wir mit einkaufen. Leider hatte mein Koffer schon zu viel geladen, aber ein Hemd mehr oder weniger macht ja auch nicht viel aus. Am Nachmittag machten wir uns mit unserem Navi zu der Schwester meines Opas. Einen kleinen Besuch abzustatten und etwas anderes außer FastFood zu essen und natürlich mal um ein typisch amerikanisches Haus zu sehen.
Am Abend machten wir uns noch auf den Weg zum Yosemite National Park.
Nach einem kurzen Tankstopp ging es in den Yosemite. Natürlich haben wir die Amitour gewählt. Fenster auf, Rausschauen und durch den Park schauen, ok wir sind auch mal eine viertel Stunde zu einem wunderschönen Aussichtspunkt gelaufen. Der Aussichtspunkt war der Kletscherpunkt, von wo aus man einen genialen Blick über das Tal mit dem Half Dome im Hintergrund hatte. Schaut die Bilder an, die mehr als meine Worte sagen.
Unser Weg führt am Abend nach San Luis Obispo, wo wir gegen halb zwölf noch ein Motel bezogen, welches wir am nächsten Morgen schon wieder gegen zehn Uhr verließen.
Santa Barbara war unsere nächste Anlaufstelle. Wohl genährt und einen Stadtbummel später führte uns eine nette Dame nach Los Angeles. Genauer gesagt nach West Hollywood, wo wir unseren Backpacker bezogen.
Natürlich sind wir gleich zum Hollywood Boulevard, dem Walk of Fame „gefahren“. Natürlich, in LA fährt man nur Auto, es gibt so viele Autos hier.
Dem Troubel um Michael Jacksons Stern ließen wir uns nicht entgehen und quetschten uns zu einem Foto durch.
Arnies Stern durfte natürlich auch nicht fehlen.
Mit hundertzwanzig Kilo Gepäck ging es wieder zurück ins Motel, wir hatten unsere Koffer von unserer Securityfirma wieder abgeholt.
Eine ungeplanten Stadtrundfahrt durch LA und zwei Stunden später fanden wir dann endlich die Warner Brothers Studios. Wir buchten eine zwei stündige Tour, welche ich nur jedem Empfehlen kann, der in LA ist.Durch original Set und vorbei an uns bekannten Kulissen. Auf dem Gelände war noch ein kleines Museum mit original Kostümen aus Harry Potter oder Dark Knight. Nachmittags haben wir unsere eigene kleine Hollywood Tour gestartet. Vorbei am Rodeo Drive, der Einkaufsstraße der schönen und superreichen. Natürlich durften die bonzigen Häuser mit noch dickeren Autos davor nicht fehlen.
Abend hatten wir in einem riesen Kino Public Enemies angeschaut. Nachts hatten wir dem leergefegten Flughafen von Los Angeles einen Besuch abgestattet. Kofferwiegen war angesagt. Mit dem Wissen, dass der Rückflug sehr „schwer“ wird gingen wir wieder zurück zum Hostel. Zeitweiße hatte mein Komplette Handgepäck (Fototasche, Laptoptasche und ein kleiner Koffer) knapp 50 Kilo. Zu meinem und Noshads glück hatte Hendrik einen Koffer schon seinen Eltern mitgegeben, sodass wir noch einen Rucksack füllen konnte, welcher mein Einchecken „leichter“ machte. Freitag ging es nochmals shoppen nach Santa Monica. Die Abendplanung führte uns in die Ghettos der Stadt. Compton war unser Ziel, hier liegt die Mordrate acht Mal so hoch wie im Rest der Vereinigten Staaten. So sind wir also ein wenig durchs nächtliche LA gekurvt, haben Gangster gesucht und viele Polizisten vor einem einzigen Haus gefunden. Inklusive Helikopter mit Suchscheinwerfer, Polizeiautos mit quietschenden Reifen. Fast wie im Fernsehen. Der Abreisetag war nochmals mit Stress gefüllt. Alle Koffer ins Auto und und und.
Heute sollte ein Strandtag vor dem Abflug eingelegt werden. Doch die Fahr dauerte zwei Stunden. Ein Block vor dem Strand kamen Wolken auf und der Magen war leer. Zu all dem Übel war heute Independence Day, sodass nicht nur wir, sondern ganz Kalifornien an den Strand wollte. So entschieden wir uns etwas essen zu gehen und uns anschließend an den Flughafen zu begeben.
Unglaublich aber war, wir waren in dem sonnenverwöhntesten Staat Amerikas und haben den Strand nur aus einer Distanz von 800 Metern gesehen.
Der Flug nach Frankfurt war alles andere als angenehm. Schwitzend wie sonst noch was hingen wir im Flieger und konnten absolut nicht an Schlafen denken. Vielleicht war auch die Freude auf Deutschland zu groß.
Neurael > Jörg > Tagebuch
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