Countdown (9. Juli 2009)
07/09/2009 16:00
Letzte Änderung:
Sonntag, 14.03.2010

Schon fast zwei Wochen im neuen Projekt

Eingestellt vor: 3 Jahr(en) am Freitag, 13. Februar 2009 um 11:22 Uhr

So nun endlich melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Ich habe jetzt meine knapp sieben Wöchigen Reise quer durch Neuseeland beendet und bin in meinem neuen Projekt seit dem 3. Februar wieder bei der Arbeit. Ich arbeite an der Hohepa School in Napier. Diese Schule ist für Kinder mit überwiegend mentaler Behinderung und hat die Lehren Dr. Rudolph Steiners als Grundlagen. Meine Arbeit sieht folgender Maßen aus: Ich arbeite von 8:30 Uhr bis 15 Uhr mit den Kindern zusammen. Der Tag beginnt mit einem Meeting, bei welchem über den Tagesablauf gesprochen wird und was sonst noch zu besprechen ist. Desöfteren üben wir auch noch irgendwelche Lieder für Aufführungen. Am Montag kommen Auditoren, die die Schule für drei Tage begutachten und wie könnte man sie besser begrüßen als mit einem tollen Lied aufgeführt von begnadeten Sängern und Sängerinnen. Am Ende des Meetings laufen alle im Kreis und begrüßen sich gegenseitig mit sich gegenseitig mit Namen und Handschlag. Um neun Uhr geht’s zur Versammlung mit den Kindern. Der „morning-circle“ findet einem sechseckigen Raum statt, also ohne Ecken und Kanten ist der Raum ;-). Alle bilden einen Kreis und fassen sich an den Hand, singen und wünschen sich auch wieder einen guten morgen. Mir wurde ein junger Erwachsener zur Betreuung zugeteilt. Er kann (oder will) nicht reden, ist aber ansonsten sehr einfach handzuhaben, also er befolgt meine Anweisungen. Ich habe ihm auch schon beigebracht, wie man einen Ball fängt. Vielleicht kann ich mit ihm in einem halben Jahr Volleyball spielen ;-) Um 12 Uhr darf ich mit den Kindern an einem Tisch sitzen und sie beim Essen unterstützen, wenn ich auch zu gleichen Zeit das Mahl zu mir nehme. Natürlich sitz ich neben dem Kind, welches die meiste Betreuung benötigt, werde aber von Tag zu Tag besser, damit er nicht mehr so viel verkleckert und sein Gemüse isst. 15 Uhr ist meine Arbeitszeit zu Ende und die Kinder werden von den Häusern, in denen sie leben wieder abgeholt und dann kann es ab und zu noch vorkommen, dass ich auf ein Lehrermeeting darf. So dies war so mein typischer Arbeitstag. Die Arbeit macht mir bis jetzt viel Spaß und ist auch nicht besonderes Anstrengend. Mein Zuhause befindet sich auch noch auf dem Schulgelände und wird bald abgerissen. Die Wohnung sah auch dementsprechend aus. Alt sein ist ja in Ordnung, aber es war so dreckig hier, so dass ich mir die erste Woche nicht sicher war, ob ich hier für ein halbes Jahr bleiben will und meine ganze Sachen für eine Woche im Auto gelassen habe bis endlich alles sauber und ordentlich war. Jetzt kann man sich auch wie zu Hause fühlen. Die Badewanne ist ein gutes Beispiel, damit man einen Einblick bekommt, wie der Rest ausgesehen hat. In den kommenden Tagen lad ich noch ein paar Bilder von meiner Reise hoch.
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